ANCHOR Management Consulting AG forscht auf dem Gebiet des systemischen Projektmanagement. Hauptthemen dabei sind:
Aus den Forschungsarbeiten ergeben sich eine Fülle von Erkenntnissen, die wir in Seminarien weiter geben möchten. Dabei ist das vordringlichste Ziel, das Handeln und Denken der Projektmanager in komplexen Projekten zu stärken. Aber können Menschen lernen, mit Komplexität und Unbestimmtheit umzugehen? Wenn Menschen "Fehler" machen, hat das natürlich einen Sinn. Oft sind "Fehler" bloss entartete, ursprünglich sinnvolle Verhaltensweisen, die in der heutigen Zeit und Gesellschaft nicht mehr angemessen sind.
Leider können auch wir keine Regeln für alle Problemsituationen geben. Die einzige erfolgreiche Methode zur Schulung des Umgangs mit Komplexität und Unbestimmtheit ist die Konfrontation mit einer grossen Zahl von heterogenen Problemsituationen. Das Ausleuchten der eigenen Stärken und Schwachen zusammen mit der Beobachtung Dritter, die dieselben komplexen Probleme zu lösen versuchen, ist die zweckmässigste Art herauszufinden, welche Entscheide in welchen Situationen am meisten Erfolg garantieren.
Reflexion der eigenen Handlungsweise in selbst erlebten Projekten ist sehr effektiv, wenn man den Umgang mit Komplexität und Unbestimmtheit lernen will. Das ist aber gerade das, was wir Lessons Learned nennen. In Ermangelung genügender realer Lernfälle helfen wir mit Simulationen aus, in denen vielleicht das Augenmerk nur auf einen ganz bestimmten Komplexitätsaspekt gelegt wird. Allem voran hat das gute alte Bierspiel immer noch seine Daseinsberechtigung, wenn es z.B. darum geht, den Umgang mit Verzögerungen und dem Bullwhip-Effekt zu beobachten. Wichtig ist jedoch, dass man sich danach überlegt, welche Zusammenhänge mit real erlebten Projekten bestehen und wie sich solche Verzögerungen in Projekten manifestieren. Danach kann das Spiel ohne weiteres noch ein- oder gar zweimal gespielt werden, um den Lerneffekt zu verstärken.