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Knowledge Based System Cognition

Knowledge Based System Cognition (KBSC)

Planerische Aufgaben erledigen wir im Allgemeinen auf der wissensbasierten Ebene unseres Verstandes. James Reason schreibt in Human Error1: "Die wissenbasierte Ebene kommt bei neuartigen Situationen ins Spiel, in denen Handlungen unter Verwendung analytischer Prozesse und gespeichertem Wissen geplant werden".

Das ist genau die Situation, die wir in Projekten antreffen. Allerdings sind wir wenig geübt, auf der wissensbasierten Ebene zu arbeiten. Sie ist langsam und benötigt eine Menge Energie. Das merken wir daran, dass uns Denken schwer fällt und mühsam erscheint. Deshalb versucht unser Unbewusstes - nach C. Fine unser "mentaler Butler"2 - uns möglichst davon abzuhalten, auf die wissenbasierte Ebene zu gehen. W.B. Rouse schrieb schon 1981: "Menschen, wenn sie die Wahl haben, verhalten sich bevorzugt wie kontextspezifische Mustererkenner, statt dass sie versuchen hochzurechnen und zu optimieren". Das heisst, dass wir uns mehrheitlich auf der regelbasierten Ebene bewegen und alles tun, um in unserem Gedächtnis bewährte Regeln zu finden, mit der wir eine Situation bewältigen können.

In Projekten müssen wir aber "hochrechnen und optimieren" und somit die wissensbasierte Ebene in Anspruch nehmen, so mühsam dies sein mag. Um damit dennoch erfolgreich zu sein, haben wir die Methode "Knowledge Based System Cognition" entwickelt. Wir analysieren die bekannten Schwierigkeiten und Fehler, die unser Gehirn auf dieser Ebene macht, mittels Senge Archetypen und leiten daraus Handlungsperspektiven ab. Wir erarbeiten so etwas wie einen Meta-Projektplan für unser projektbezogenes Verhalten.

1James Reason; Human Error. Cambridge University Press. Cambridge (MA), 1990

2Cordelia Fine; Wissen Sie, was Ihr Gehirn denkt? Spektrum Akademischer Verlag, Elseiver. München, 2007