Unmündigkeit ist ja so bequem!

In Man schlägt den Esel und meint den Sack habe ich ein typisches Migrationsprojekt vorgestellt, das dem Computerhersteller Hewlett-Packard HP mindestens 160 Millionen US-Dollar Verlust verursachte. Kleine unvermeidliche Programmierfehlerchen führten dazu, dass Bestellungen stecken blieben, ohne dass es jemand merkte. Einige der erzürnten Kunden erkundigten sich nach dem Liefertermin. Deren Bestellungen konnten gesucht und nachträglich erfüllt werden. Schlimmer war die Situation mit denjenigen Kunden, die gar nicht erst reklamierten, sondern gleich zu der Konkurrenz – z.B. Dell oder IBM – abwanderten. Warum sind kleine Programmierfehler unvermeidlich? Weil der Entwickler niemals alle Eventualitäten voraussehen kann, auf die seine Software reagieren muss. […]

Was wäre, wenn wir Projekte ereignisgesteuert abwickeln würden?

Im letzten Beitrag habe ich eine Fallstudie eines gewöhnlichen Migrationsprojekts vorgestellt, das wegen ein paar kleinen IT-Fehlern einen Schaden von 160 Mio US-Dollar verursachte. Es ist unmöglich, alle IT-Fehler auszumerzen, weil auch bei unendlichem Aufwand immer eine Ungewissheit bleibt, was sich alles ereignen kann, auf das die Software reagieren sollte. Daher ist Risikomanagement eine Aufgabe des Business‘ und nicht der IT. Dennoch wird die Verantwortung nach wie vor auf die subsidiären Unternehmensteile abgewälzt. Was tut die IT, um diese Verantwortung wahrzunehmen? Sie zertifiziert ihre Projektmanager in klassischen Projektmanagementmethoden, die aber offensichtlich wenig taugen, wie die Fallstudie zeigt (und wie ich […]

Man schlägt den Sack und meint den Esel

Auch wenn es vielleicht manchmal nicht offensichtlich ist, aber bei all meinen Beiträgen geht es mir um den Praxisbezug. Es gibt zwar nichts Praktischeres, als eine gute Theorie, aber wenn daraus nicht hervor geht, was ein Manager machen muss, um bessere Ergebnisse zu erzielen, dann ist die Theorie noch unausgereift. Obwohl ich hier schon einmal auf den Artikel When Bad Things Happen to Good Projects1 aufmerksam gemacht habe (Was ist billiger? Ein Mitarbeiter oder eine Zertifizierung? in diesem Blog, 29. September 2009), möchte ich nochmals mit Nachdruck darauf hinweisen. Die Lessons Learned, die man aus diesem Artikel ziehen kann, weisen […]