So etwas wie eine Aufrichtefeier

Kaum zu glauben, aber die Fenster und die Haustür trafen abends um 20.00 Uhr ein, und mussten entladen werden. Jeder Mensch und alle involvierten Leute wie Lieferanten, Transporteure und Hilfspersonal zum Entladen haben das grösste Verständnis für diese «auspicious time» und wissen wie unglaublich wichtig das ist.

Dieses Datum geht einher mit einer kleinen Zeremonie  für das Hauses. Wasana kochte für alle auf dem Bau «Milkrice», ein weisser Reis gekocht in Kokosmilch, sowie ein Sambal mit Zwiebeln. Den Abschluss machen Bananen sowie eine Torte. (schmeckt übrigens unglaublich gut)

Ein Mönch berechnete im Vorfeld die genaue Minute an welcher die Zeremonie abgehalten werden muss, ich notierte ca. 10.45. Zu dieser Segnung kam jedoch kein Mönch mehr so wie das bei der Grundsteinlegung der Fall war.
Ich stellte mir natürlich vor, dass die Dachkonstruktion bereits irgendwie fixiert sein muss, hier sieht man das dann jedoch pragmatischer. Es reicht wenn ein wichtiges, massives, tragendes Holzelement gesetzt ist. Daran wird ein weisser Stofffetzen gebunden, den ein Mönch in der der Nähe liegenden Kloster segnete. Der Zimmermann hat sich vor dem Holz verbeugt und um gute Wünsche gebeten für das Haus.

 Das gleiche ist der Fall mit dem Türrahmen der Eingangstür. Auch hier wird ein kleiner weisser Stofffetzen angebracht. Ich musste von aussen ins Haus eine Maurerkelle werfen und ins Haus eintreten.
Im Anschluss erhielten die Arbeiter und Nachbarn und Freunde die vorbereiteten Nahrungsmittel.
Somit ist das Haus gesegnet und auf gutem, glücklichen Weg.

1 Kommentar

  • Liebe Barbara

    Statt Tännlein im First ( gibt es ja auch nicht in Sri Lanka) ein weisser Stofffetzen – auch gut, weiss bedeutet Friede, Reinheit. Und beides ist in einem Haus wichtig.
    Auf den Milchreis hätte ich verzichtet, aufs Sambal nicht…
    Ich beneide dich um deine Aufgabe, gebe aber zu, dass ich sie nicht so gutlösen könnte wie du. Wir planen grad ein Hochbeet und eine kleine Garten- Umgestaltung, und das fordert mich schon sehr. Aber vielleicht kann man auch an diesen Aufgaben wachsen?!
    Ich verbeuge mich auch! Vor dir! Liebe Grüsse und alles Gute, Glück und Segen aus der Schweiz, Elisabeth

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