Holzboden-Desaster

Schon eine Weile her dass ich meinen Blog fütterte. Es ging nicht mehr ganz so zügig vorwärts wie anfänglich. Es geht nun noch um viele kleine Dinge die erledigt, nachgebesserte und ergänzt werden mussten.

Ein weiterer Grund ist der Holzboden. Ich hasse es zu sagen, aber meine Befürchtungen waren berechtigt. Das Holz in seinem finalen Schnitt reichte nicht aus. Um ehrlich zu sein, hätte es nicht einmal ausgereicht sowohl die 80m2 Veranda und ca. 50 m2 Wohn-/Ess- und Kochbereich damit zu belegen. Nachdem die Veranda verlegt war, zählte ich das verbleibende Holz ganz genau und es zeigte sich, dass es nicht ausreichen wird, ganz zu schweigen von den Schlafzimmern. Mental verabschiedete ich mich vom Holzboden in den Schlafzimmern. Ich war ziemlich gefrustet und habe mir dann zwischenzeitlich Möglichkeiten überlegt, wie ich diese Situation lösen kann. Auf jeden Fall wollte ich vermeiden, dass am Schluss ein kleines Stück von 10 m2 übrigbleibt das nicht belegt werden kann. Typischerweise hätten die Arbeiter weitergemacht und wären dann am Schluss gekommen um mir mitzuteilen, sorry wir haben kein Holz mehr. Das selbe Holz nachzukaufen ist unmöglich, da es aus einem Stamm geschnitten wurde.

 

 

Ich schaute mir unendlich viele Böden im Internet an und fand heraus, dass es durchaus Böden gibt, die mit verschiedenen Hölzern gemacht wurden. Wir besprachen die Situation hin und her. Hinter meinem Rücken kaufte unser Freund überraschend zusätzliches Holz. Er konnte es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, dass ich nach all dem Aufwand und meinen Zweifeln nicht zu «meinem» schönen Holzboden komme. Allerdings konnte er unmöglich Mara Holz kaufen. Auf einem nicht so ganz offiziellen Weg erstand er schönes Teakholz das dann sehr diskret transportiert wurde mit einem Traktor. Dieses mischten wir jetzt mit dem Mara Holz und es reichte dann sogar noch aus für unser Schlafzimmer. Das Teakholz wurde zugeschnitten und ist mit dem Mara Holz eine Liaison eingegangen. Mara Holz ist dunkel, Teakholz relativ hell. Sie begannen im Innenbereich mit unserem Schlafzimmer und wechselten die Holzarten regelmässig ab. Im Wohnzimmer bestand ich auf einer zufälligen Zusammenstellung. Mir gefällt es sehr gut und nach dem dritten Abschleifen vermischen sich die Konturen. Jetzt freue ich mich über den Boden und freue mich über das Resultat.

 

 

Der Boden wurde mit einer schweren Maschine drei Mal geschliffen. Nach dem ersten Schliff wurden Unregelmässigkeiten mit einer Holzspachtelmasse ausgebessert. Danach erfolgte mit kleinen Handschleifmaschinen eine Bearbeitung. Dieses Abschleifen ist eine unglaublich staubige Angelegenheit. Die Arbeiter sehen aus wie gepudert.

Ich gehe davon aus, dass er Boden morgen fertig sein wird. Selbstverständlich kam irgendwann die Frage auf wo der Fehler gelegen hat. Ich weiss es nicht. Sicher ist, dass anfänglich die Schreiner mE das Holz viel zu grosszügig zuschnitten. Es kann auch sein, dass nicht alles angeliefert oder geklaut wurde oder es war einfach die Berechnung schlicht und ergreifend falsch? Ich habe absolut keine Ahnung wie viel «Ausschuss» einzurechnen ist, was allerdings auch nicht von mir verlangt wurde.

Während dieser «unendlichen» Holzgeschichte verlegten der Sanitär und der Elektriker die Leitungen.

1 Kommentar

  • Ja liebe Freunde, ihr habt es doch wirklich gut gelöst. Es hätte ja viel dümmer rauskommen können. Überhaupt wundern und freuen wir uns, wie glatt der Hausbau vonstatten gegangen ist. Auch hier inder Schweiz hättet ihr Ärger gehabt, es wären Missgeschicke und Fehler entstanden, aber im Grossen und Ganzen dürft ihr doch zufrieden sein. Jedenfalls schaut ihr glücklich aus auf der Foto.
    Wir freuen uns mit euch und bewundern euch als Bauleiter, Planer, Hamdwerker…
    Alles Gute und viele liebe Neujahrsgrüsse von Elisabeth und Reto

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