Die schönsten Strände sind in Sri Lanka

Sie werden immer wieder zu den schönsten Strände gezählt, insbesondere diejenigen im Süden Sri Lankas. Der lange Strand östlich von Tangalle heisst einfach „Tangalle Beach“. Er wurde vor einigen Jahren durch Backpackers erschlossen, weshalb dort normalerweise einiges los ist (zumindest, wenn nicht gerade Corona ist).

Westlich von Tangalle gibt es mehrere Buchten, die oft suggestive Namen tragen, wie „Silent Beach“ oder „Paradise Beach“. An einer dieser Buchten befindet sich das bekannte Anantara Peace Haeven Hotel, in welchem Sie für mehrere hundert Euro übernachten können. Die meisten Buchten hier haben aber lokale Namen.

Unsere heisst „Mawella Beach“. Sie ist etwa 2 Kilometer lang und je nach Jahreszeit 50 Meter breit. Ein Teil des Strandes wird durch Fischer beansprucht, die ihre Outriggerboote mühsam auf den Strand stellen und am anderen Tag wieder in’s Wasser schieben. Dazu engagieren sie nicht selten Touristen, die gerade zugegen sind. Mich hat es gerade wieder vor 3-4 Wochen erwischt. Ich hatte das Gefühl, dass ich der Einzige war, der enorme Kraftanstrengungen machte, während die Einheimischen nur so taten, als ob und dachten: „Der soll nur mal schön schieben“. Jedenfalls war ich danach dermassen entkräftet, dass ich für den Rest des Tages zu nichts mehr fähig war.

In der Hochsaison, also Dezember bis Februar, hat es an diesem Strand maximal zehn Touristen auf’s Mal. Das läuft dann aber schon unter der Bezeichnung „crowdy“. Und natürlich gibt es keine Liegestühle und keine Sonnenschirme, wie z.B. in Rimini (oder auch in Diano Marina). Dafür gibt es immer wieder eine Kuhherde, die den Strand für sich beansprucht. Das ist insbesondere dann lustig, wenn es Nacht ist. Da die Kühe hier keine Glocke tragen, kann man bloss geisterhafte Umrisse wahrnehmen, die vor der meist hohen Brandung durchziehen.

Am Strand ist man aber nur dann nachts, wenn es auch Strandbeizli hat. 2019/20 hatte es deren zwei. Und wir sassen gerne dort, genossen einen der fantastischen Sri Lankischen Fische und hörten dem Brandungsdonner zu. Diese Saison ist kein Strandbeizli mehr da: zu wenig Touristen.

Die Kühe teilen den Strand mit vielen streunenden Hunden. Sie spielen oft miteinander. Menschen gegenüber verhalten sie sich zwiespältig. Einerseits nähern sie sich vorsichtig in der Hoffnung, etwas zu essen zu bekommen. Andererseits sind sie scheu und halten Distanz, sobald man ihnen zu verstehen gibt, dass ihre Nähe nicht erwünscht ist.

Seltenere Standbewohner sind grosse Meeresschildkröten. Barbara hat gerade heute früh eine Spur entdeckt, die zu einem Nest führt. Die Tiere sieht man aber kaum. Dafür müsste man sich eben nachts am Strand herumtreiben. Und die geschlüpften Jungen werden wir vermutlich auch nicht zu Gesicht bekommen. Sie schlüpfen scheint’s nach 50 bis 70 Tagen. Ich mag nicht 20 Nächte lang am Strand liegen (sonst werde ich noch von einer Kuh zusammen geschissen)!

Sunset am (für mich) schönsten Strand der Welt
Blick in die andere Richtung
Die Fischer kommen mit dem Motorrad und steigen sofort in das Boot um, als gingen sie in’s Büro.
Krabbenhügel am Strand
Surfende Jungs
Wolkenformationen über dem Meer
Kühe am Strand sind keine Seltenheit

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2 Kommentare

  • Danke, Peter für diesen Bericht und die Heimwehbilder. Mawella war auch ein von uns bevorzugter Strand, gerade nach dem Strand beim Yala National Park. Dort gab es damals eine Lodge fast direkt am Strand (die ist, wenn’s ich recht informiert bin, vom Tsunami zerstört worden). Kühe gab es dort wenig, dafür stand jeweils abends ein Elefant auf den Dünen über dem Strand und seine Silhouette hob sich eindrücklich vom Abendhimmel ab.

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