Erste Gartenarbeiten

Im Garten setzte ich 25 Jasmine und einige Bougainvillea als Hecken-Pflanzen. Drei hohe Kokosplamen müssen gefällt werden, die Nüsse sind einfach zu gefährlich. Die Bäume ersetze ich durch einen Mangobaum, einen Frangipani und eine niedrige Kokospalamart sowie durch zwei Bananenstauden.   Die frisch gepflanzten Jasmine und Bougainvilla.   Die Palmen im Hintergrund stehen so nahe am Haus, dass eine herunterfallende Kokosnuss das Dach schwer beschädigen, wenn nicht sogar durchschlagen könnte. Daher müssen sie gefällt werden. Der von einem Mönch gesegnete weisse Stofffetzen am Querbalken soll das Haus vor Unbill schützen.  

Die ersten Tage

Der 30. August 2018 ist Tag 1 des eigentlichen Hausbaus. Der Boden wird gebaut. Mit Armierungseisen und Sand wurde eine Lage eingezogen  und mit einer Maschine «geklopft». Darauf der Betonboden eingezogen, überall, ausser den beiden Badezimmern. Ich staune über das Tempo.     Tag 3: 1. September Die 25 Säulen wurden bereits in den Grundmauern in ihren Ansätzen armiert und betoniert. Diese Säulen werden nun verlängert (armiert und betoniert). Die in der Mitte des Hauses stehenden Säulen werden ungefähr 5 Meter hoch. Darauf wird das Dach gesetzt. Das Haus sollte also genügend Höhe aufweisen um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. […]

Wüsten

Von Alaska sind wir zu Schiff und Eisenbahn bis nach LA gefahren und haben dort ein Auto gemietet, um damit den Rundtörn zu befahren: LA Sequoia Forest Death Valley Las Vegas Mojave Desert Joshua Tree Desert LA Diese Tour möchte ich nicht missen! Das war sehr eindrücklich. Von manchem, das ich hier gesehen habe, habe ich vor 40 Jahren in der Schule gehört, was in mir Fernweh erzeugt hat. Und jetzt war ich endlich da. Sequoia Forest Wie wir uns so dem Wald näherten, fiel uns nichts anderes auf. Es war wie in einem Lärchenwald im Kanton Graubünden. Und dafür […]

Rentnerdasein

Während wir eine Weile in Bangkok und Penang lebten, hatte ich trotz Ausflügen in die Umgebung noch genug Zeit, um über zeitkritische Fragen nachzudenken und meine Gedanken niederzuschreiben. Wenn ich hier im Blog in diese Zeit zurück blättere, dann sehe ich, dass ich in dieser Zeit fünf Blogbeiträge geschrieben habe.   Der Umbruch Mich beschäftigte damals die Frage, was wir denn überhaupt für Möglichkeiten haben, um unserer Gesellschaft in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Ich blieb an der Feststellung von Bruno Latour hängen: Die Gesellschaft ist nicht unsere Konstruktion. Sie ist transzendent und übersteigt uns unendlich Das entspricht einigermassen meiner […]

Kritik von Forschungsansätzen im Umgang mit Ungewissheit zwischen Beherrschung und Ohnmacht

Kürzlich las ich Judith Neumers Aufsatz Neue Forschungsansätze im Umgang mit Unsicherheit und Ungewissheit in Arbeit und Organisation – Zwischen Beherrschung und Ohnmacht[1]. Vorausgeschickt sei, dass ich das Paper sehr schätze, weil es einen guten Überblick über die Ungewissheitsforschung gibt, hervorragend geschrieben ist und zum Mit- und Weiterdenken anregt. Dass ich mich hier kritisch damit auseinandersetze spricht für die Arbeit von Judith Neumer! Die Studie ist in drei Kapitel gegliedert: Beherrschung Ohnmacht Bewältigung In der Einleitung schreibt sie: Im Rahmen von Arbeit und Organisation war der Umgang mit Unsicherheit schon immer präsent…In modernen Unternehmen erlangt das Thema Unsicherheit jedoch mittlerweile […]

Wer Freiheit will, muss mit Ungewissheit umgehen können!

Kürzlich habe ich Zygmut Baumans „Flüchtige Zeiten. Leben in der Ungewissheit“ gelesen[1]. Bauman ist ein Soziologe polnischer Herkunft und pessimistischer Kritiker der Postmoderne. Kontrolle gegen Ungewissheit? Bauman beschreibt pointiert, in welcher Weise die Komplexität der Welt zugenommen hat und wie die Menschen dadurch immer mehr in die Ungewissheit getrieben werden. Diese Ungewissheit ruft nach Stabilität und Sicherheit, was sich z.B. in Kontrollwut und Überwachung äussert. Die Staaten verlieren u.a. durch neoliberale Deregulierungen die Macht und werden von Globalisierungsmächten ausgehöhlt, was auch zum Abbau sozialer Sicherungssysteme beiträgt. Dadurch wird der Ruf nach sicheren und kontrollierten Lebensräume noch verstärkt. Schnelle Veränderungen zwingen […]

Nur ein begeisterter Mann kann etwas Großes und über das Gewöhnliche Erhabenes aussprechen

Der Biologe Gerald Hüther erklärt auf youtube, wie er sich die Transformation von der jetzigen Ressourcenausnutzungskultur zu einer Potentialentfaltungskultur vorstellt1. Seine Prämissen lauten: Erfahrungen werden nur gemacht, wenn sie „unter die Haut gehen“, d.h. wenn neben kognitiven auch emotionale Momente beteiligt sind Aufgrund von Erfahrungen entstehen innere Überzeugungen, die man nur ungern aufgibt, weil sie eben emotional verankert sind Es sind diese inneren Überzeugungen, die verhindern, dass wir neue Potentiale erschliessen Neue Erfahrungen, die mit Begeisterung gemacht werden, können die inneren Überzeugungen „umpolen“ und unsere Potentiale aktivieren Ein Mensch kann sich nicht an sich selber begeistern. Er braucht Mitmenschen, die […]

Realismus ist nur ein beschönigender Ausdruck für einen Reduktionismus

In Kritik der Systemtheorie, Systembiologie, Kybernetik, Chaostheorie, Spieltheorie1  kritisieren sehr zornige Menschen verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Komplexitätsbewältigung. Sie erklären sie allesamt zu Instrumenten des Establishments, mit denen es die arbeitende Bevölkerung kontrollieren und unterdrücken will. Der Duktus und die Agressivität dieser Argumente erinneren mich stark an die bemühenden Diskussionen der diversen marxistisch-leninistisch-trotzkistisch-maoistischen Splittergruppen, die im Fahrwasser der 68er Revolution zu menschenverachtenen terroristischen Bewegungen wurden. Vorwurf des Reduktionismus Eines hat mir aber zu denken gegeben: die Autoren behaupten, dass die angeblich systemischen Ansätze, wie Chaostheorie, Spieltheorie oder Kybernetik im Grunde genommen genauso reduktionistisch seien, wie die alten Konzepte von Adam Smith […]

Was bezahlen Sie für eine gute Formel?

In seinem neusten Buch „Schnelles Denken – Langsames Denken“, erklärt der Nobelpreisträger Daniel Kahneman, warum Algorithmen und Automatismen der Intuition in gewissen Fällen überlegen ist. Er stützt sich dabei auf ein „kleines verstörendes Buch“ von Paul Meehl, Clinical vs. Statistical Prediction A Theoretical Analysis and a Review of the Evidence, in welchem dieser nachweist, dass Algorithmen, die einige wenige Variablen verarbeiten, den intuitiven Urteilen von Experten überlegen ist. Kahneman diente kurz nach der Lektüre von Meehls Büchlein in der israelischen Armee und hatte den Auftrag, ein Verfahren zur Evaluation von Soldaten zu entwickeln, die für kombattante Einsätze geeignet sind. Das […]

Man glaubt alles, was verspricht, Komplexität zu reduzieren

Wenn Sie ihre Umgebung aufmerksam beobachten, erkennen Sie oft – mehrmals täglich und bei verschiedensten Gelegenheiten – wie Menschen versuchen, die Komplexität ihrer Lebenswelt unzulässig zu reduzieren. Beispiele: Ein Managementrainer bietet ein Seminar an mit dem Titel „Projektturbo – Wie Ihr Team mit Humor zu einem Spitzenteam wird„. Endlich! Man braucht bloss den Empfehlungen dieses Projektgurus zu folgen und kann das Projektteam nicht nur zu einem Spitzenteam machen, sondern gleich auch noch das Projekt in einem Bruchteil der geplanten Zeit abschliessen (oder was genau ist ein „Projektturbo“?). So etwas hören Menschen gerne, sogar eingefleischte (Projekt-)Manager, vor allem, wenn es noch […]