Autor: Peter Addor

  • Staus im Produktemanagement

    Beim gestrigen Lunch machte mich mein Gesprächspartner auf eine Tatsache aufmerksam, die für Migrations- und Integrationsprojekte (MIP) typisch ist. Die zum Einsatz gelangenden Produkte sollten zwar möglichst neu sein, ohne jedoch die Mängel von Kinderkrankheiten aufzuweisen. Meistens gibt es nur eine oder zwei Personen, die das Produkt wirklich gut kennen. Nicht einmal die Entwickler kennen…

  • Haben Sie sich auch schon mal überschätzt?

    Heute morgen hat mir meine Partnerin gesagt, dass ich bei einem Unterfangen oder Projekt oft nur Hindernisse sähe und ein Misepeter sei, was eigentlich erstaunlich ist, denn Frauen bewerten im Allgemeinen hypothesenkonträre Informationen höher und können besser mit der entsprechenden Unsicherheit umgehen als Männer1. Beim Lunch machte mich dann ein Freund darauf aufmerksam, dass die…

  • Verzögerungen als Dimension der Projektkomplexität

    Verzögerungen haben es in sich und zwar nicht nur, wenn wir trödeln. Vorbereitungen, Fahrwege, Entscheidungen, Informationsbeschaffung, Lernen – all das benötigt Zeit. Mit Zeit können wir schlecht umgehen. Mindestens in dieser Hinsicht ist die Behauptung, Zeit sei Geld, falsch. Forscher an der Universität von North Carolina1 haben nämlich herausgefunden, dass vielbeschäftigte Menschen dazu neigen, ihr…

  • Was für ein Aufmerksamkeitstyp sind Sie?

    Gestern erhielt ich ein Mail mit folgendem Rätsel: There is a very, very tall coconut tree and there are 4 animlas, a LionLion, a ChimpanzeeMonkey, a GiraffeGiraffe, and a SquirrelSquirrel, who pass by. They decide to compete to seewho is the fastest to get a banana off the tree. Who do you guess will win?…

  • Entscheiden unter Ungewissheit

    Wir geraten immer wieder in Situationen, in denen wir uns für eine von mehreren Alternativen entscheiden müssen, ohne genau zu wissen, was wir uns da letzendlich einbrocken. Ich gebe es zu: Auch wenn es in einigen der Fällen durchaus möglich wäre, die Ungewissheit herabzusetzen oder quasi zu beseitigen, würden wir unseren Kortex nur etwas anstrengen, es bleiben dennoch echte Härtefälle übrig,…

  • Tücken im Bierspiel

    Eine Pseudokomplexität im Bierspiel ist die Tatsache, dass es zwölf Variablen enthält. Das sind die Kästchen, die im kompliziert ausschauenden Modell unter  http://www.public.asu.edu/~kirkwood/sysdyn/SDWork/work-4.pdf auf Seite 32 mit SuppL, Inventory und Backlog bezeichnet sind. Natürlich nehmen die Spieler diese vielen Variablen nicht direkt wahr. Das zeigt, dass eine Situation oder das zu beeinflussende System trotz grosser Variablenzahl noch nicht…

  • Bestimmt die Anzahl Moden die Komplexität?

    Wer das Bierspiel spielt, fühlt sich zwar immer ein wenig unwohl, aber er würde wohl kaum sagen, die Situation sei komplex. Das ist ja auch der Sinn der Simulation: man will labormässig eine Mode isolieren, so dass die Teilnehmer ihr Verhalten, das einer einzigen Mode unterworfen ist, testen können, ohne von anderen Moden hin und her gerissen…

  • Was ist komplex am Bierspiel?

    Also, nun zum Bierspiel. Es handelt sich um eine einfache Simulation einer Supply Chain (eine Beschreibung finden Sie z.B. bei Günther Ossimitz in seiner Einleitung). Das Resultat ist, dass die Bestände immer oszillieren und zwar umso mehr, je weiter weg vom Markt man ist. Jeder Mitspieler ist versucht, die Schuld der Langsamkeit des Lieferanten oder…

  • Komplexitätsbegriff auf das Individuum bezogen

    Der Komplexitätsbegriff muss also auf das Individuum bezogen werden, denn die Komplexität beeinträchtigt z.B. mich als handelndes Wesen und ich muss mit dieser Komplexität irgendwie fertig werden. Was mich „belästigt“ sind immer Konventionen, Regeln, strukturelle Gewalt, Konflikte, Institutionen, institutionalisierter Druck, etc. Das sind alles Strukturen. Komplexität muss also etwas mit Strukturen zu tun haben. Zum…

  • Complexity Rising

    Mit Yaneer Bar-Yams Artikel Compexitiy rising: From Human Beings to Human Civilization, A Complexity Profile habe ich so meine liebe Mühe (http://necsi.org/projects/yaneer/Civilization.html). Als erstes stolpere ich über seine Behauptung, dass alle makroskopischen Systeme „are formed out of a large number of parts“. Das ist Physikalismus pur. Es gibt kleine soziale Systeme, die durchaus komplex sein…